08.05.2016 | 5 Min. | Verfügbar bis 08.05.2017 | Quelle: HR

 

Jede Minute gelangt ein ganzer Müllwagen voller Plastik in die Ozeane. Forscher haben ausgerechnet, dass sich die Menge an Plastikmüll in den Weltmeeren in den kommenden Jahren vervierfachen könnte. 150 Millionen Tonnen Kunststoff-Müll haben sich Schätzungen zufolge bereits in unseren Meeren angesammelt. Sie zerfallen langsam in immer kleinere Teilchen, die von Meeresorganismen mit der Nahrung aufgenommen werden.

Jede fünfte Makrele und Kabeljau in Ost- und Nordsee hat Mikroplastikteile im Darm. Das haben jetzt Forscher des Alfred Wegener Instituts in Bremen herausgefunden. Die Tiere verwechseln die kleinen Mikropartikel mit Beute und fressen sie. Ein Problem, das nicht nur Meeres- sondern auch Süßwasserfische betrifft. Und am Ende landen die Fische mitsamt dem Plastikmüll auf unseren Tellern. Aber nicht nur das: Über den Plastikmüll gelangen auch Weichmacher in unsere Nahrungskette. Laut einer Risikobewertung der EU-Kommission können diese Krebs auslösen, das Erbgut verändern und zu Unfruchtbarkeit führen „defacto“ über Gefahren, die durch Plastikmüll entstehen.

http://www.ardmediathek.de/tv/defacto/Gefahr-für-die-Gesundheit-Wenn-Plastik/hr-fernsehen/Video?bcastId=3437388&documentId=35204650