Quelle: www.n-tv.de, Freitag, 26. August 2016

Plastikteilchen im Trinkwasser und Müllinseln im Meer: Kunststoffverpackungen führen zu einem globalen Umweltproblem.

Forscher aus den USA entwickeln nun eine echte Alternative, die biologisch abbaubar ist.

Bereits in der Vergangenheit wurden viele Versuche gestartet, umweltfreundliche Alternativen zu Plastikverpackungen zu entwickeln. Diese bestehen dann meistens aus Stärke oder Cellulose und enthalten oftmals immer noch einen geringen Anteil einfacher Polymere. Zudem sind sie ziemlich porös und halten dementsprechend auch schlecht den Sauerstoff ab.

Bereits in der Vergangenheit wurden viele Versuche gestartet, umweltfreundliche Alternativen zu Plastikverpackungen zu entwickeln. Diese bestehen dann meistens aus Stärke oder Cellulose und enthalten oftmals immer noch einen geringen Anteil einfacher Polymere. Zudem sind sie ziemlich porös und halten dementsprechend auch schlecht den Sauerstoff ab.

Mehrfach nachgebessert

Auch die Entwickler der Milchfolie mussten mehrfach nachbessern. So löste sich beispielsweise die Folie am Anfang zu schnell in Wasser auf. Mit der Zugabe von pflanzlichen Pektinen aus Zitrusfrüchten konnte dieses Problem schließlich gelöst werden. Ausnahme: heißes Wasser.

Doch diese Eigenschaft lässt sich für die Anwendung der Folie sogar gut nutzen. Für die Wissenschaftler ist es denkbar, dass die Folie als Portionsverpackung für Instant-Suppen oder löslichen Kaffee direkt mit ins heiße Wasser gegeben wird und sich dort auflöst. Wie genau das aussehen könnte, zeigen die Forscher in ihrem Video und betonen, dass auf diese Weise auch das Problem der genauen Dosierung gelöst werden könnte.

Caseine auf Cornflakes

Doch mit den Milchbestandteilen kann man noch mehr. In Form von Spray könnte man Caseine auf Cornflakes sprühen und diese knusprig halten. Derzeit wird dieser Effekt mit einer Schicht aus Zucker erzielt. Die Casein-Variante wäre bei gleichem Effekt wesentlich kalorienärmer. Es ist auch denkbar, die Innenseiten von Pizzakartons mit Casein zu beschichten. Auf diese Weise gäbe es eine natürliche Sperre, die die Schachteln davor schützt, sich mit dem Fett der Pizza vollzusaugen. Egal, ob Casein-Spray oder -Folie, den essbaren Stoffen könnten man sogar Vitamine, Aromen und Nahrungsergänzungsmittel zusetzen.

Doch das breite Spektrum der Anwendungen ist derzeit noch Zukunftsmusik. Bis die Casein-Folie oder das -Spray marktreif sind, ist noch viel Entwicklungsarbeit nötig. Die Forschungsgruppe geht davon aus, dass die Milchfolie in rund drei Jahren in den Supermärkten zu finden sein wird